Kendzi hatte auf einer befreundete Webseite die Idee, einen Tag Der Poesie einzuführen. Dieser sei immer am Freitag durchzuführen und jeder Teilnehmer müsse ein Gedicht beitragen. Hier nun mein Beitrag zum zweiten Tag Der Poesie.


Ich schreibe heute ein Gedicht,
obwohl ich glaub, ich kann das nicht.
So muss man doch, um das zu können,
Kunstgeschick sein Eigen nennen.
Doch grad an diesem mangelt’s mir,
drum sitze ich allein nun hier,
denke hier und grüble da,
find das gar nicht wunderbar.

Ich lass euch mal nicht länger warten,
werd’ mit dem Gedichtlein starten.

An einem warmen Frühlingstage,
er lag, glaub’, im Oktober,
herrschen fiese Minusgrade
in Springfield, Manitoba.

Vor einem Haus am Städtchenrand,
ein völlig unscheinbares,
liegt noch am Morgen Wüstensand,
durchaus nichts sonderbares.

Der Sand, der ist Privatbesitz
von ei’m bekannten Glaser.
Das Ladenschild liest “Meister Schmidts”,
man sagt, er sei ein Raser.

Das Auto von des Schmitdtchens Frau
steht hinten, dort, im Garten.
Sie fährt wie ne besenkte Sau -
was soll man sonst erwarten?

So wird sie, lasst euch jetzt schon sagen,
den Wagen in ein pärchen Tagen
schnurstracks gegens Bäumle jagen.
Was wird ihr Mann wohl dazu sagen?