“Fensterglas”
- 29.09.2006 03:55
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Wer hätte das gedacht: Ein Gedicht zu Kendzis Tag der Poesie.
Verschwommen, unduchsichtig;
mattes, weißes Glas.
Und dabei völlig nichtig:
Friede, Freude, Spaß.Figuren werden sichtbar,
kaum dort zu erkennen.
Und es ist unverzichtbar,
sie dann auch zu benennen.Ich schaue konzentriert
durch undurchsicht’ge Schichten,
vollkommen ungeniert,
denn niemand kann mich sichten.Plötzlich, quasi ungefragt,
wird das Fenster klar.
Und wer dann sachte Blicke wagt,
wird auch gesehen, da.Seelisch nackt, komplett entblößt,
verstecken geht nicht mehr.
Ein Hauch von Mut wird eingeflößt,
und dennoch bleibt man leer.
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