Archiv für Dezember 2007

Weihnachtsfest der Überraschungen

Auf Wunsch einer Dame schauen wir heute Abend das Weihnachtsfest der Volksmusik Überraschungen mit dem uneingeschränkten Beherrscher des deutschen Showbiz – Florian Silbereisen, der, wie die Wikipedia (nicht) berichtet, seit dem 04. April 2004 kokainsüchtig ist.

Eben war ein Auftritt mit einem Herrn am Klavier und einigen Kindern. Er fängt an zu spielen, ich freue mich: freue mich, dass da jemand live Klavier spielt (und danach klang es wirklich). Nach zwei Takten aber hörte man kein Klavier mehr, sondern ganz plötzlich Holzbläser. Und seine Stimme erhielt plötzlich einen komischen Hall.

Komisch fand ich nur, dass er nicht aufhörte, Klavier zu spielen.

Und noch ein Kommentar in eigener Sache: Die Weihnachtsrede des Herrn Bundespräsidenten ist ersetzbar und überflüssig.

Sinn von Weihnachten

Als ich heute auf der Rückfahrt von Magdeburg mein Fahrrad wieder da abholte, wo ich es abgestellt hatte, begann ein interessanter Dialog:

Er: “Wir haben mal ne Runde mit dem Fahrrad gedreht, da ist ja mein Eduscho-Fahrrad besser..”
Ich: “Joa, ist ja auch nicht meins, sondern für meinen Cousin, der ist fünf.”
Sie1: “Was?! Aber das ist doch viel zu hoch für den.”
Sie2: “Und putzen solltest du es auch.”
Ich: “Es geht ja auch nicht um das Fahrrad, sondern um den Akt des Schenkens an sich.”

Es folgte ein kurzer Augenblick des Nachdenkens, dann ein hinnehmendes Schulterzucken.
Ich hab noch nie so gelacht wie in dem Moment, als ich aus dem Zug ausstieg.

Tag der Arschlochkinder

Ich bin einer jener Menschen, die für die Sitze der Straßenbahn etwas zu groß geraten sind. Aus diesem Grund setze ich mich etwas schräg hin. Als ich heute so dasaß und irgendwo hinguckte, fühlte ich plötzlich, wie ein Wanderstock gegen mein Schienbein schlug. Ich drehte mich um, bemerkte, dass er zu einer älteren Dame gehörte, entschuldigte mich mittels “Verzeihung” und zog das störende Bein weg. Sie, von meiner Höflichkeit überhaupt nicht angetan, schnauzte mich voll, warum ich den halben Gang belege. Ich meine, klar, war ja nicht so, dass sie mein Bein vorher schon gesehen hatte und mal hätte fragen können, ob ich es wegnehme. Ist doch viel einfacher, mit dem Wanderstock gegenzuschlagen und dann noch rumzumaulen.
Und sich dann wundern, dass die Jugend immer weniger Respekt vor den alten Leuten hat.

Die Station, an der ich aussteigen wollte, wurde übrigens vom Straßenbahnfahrer konsequent ignoriert und überfahren. Ist ja nicht so, dass die Hälfte der Insassen dort aussteigen wollten, weil Studenten das nunmal gerne an der Uni tun.

Nachher muss ich zum Bürgerbüro. Das riecht nach Fortsetzung…

Kaufkraft: Jetzt noch besser

Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) nach einem Bericht von tagesschau.de bekannt gibt, steigt die durchschnittliche Kaufkraft der deutschen Bevölkerung um durchschnittlich ca. 3,8%.

Anbei veröffentlichte tagesschau.de einen kleinen Überblick über die Kaufkraftverteilung in Deutschland. Während die Bayern, Baden-Württemberger und Hamburger etwas mehr als der Durchschnitt verdienen, liegt die durchschnittliche Kaufkraft in allen Landkreisen der ostdeutschen Bundesländern unter dem Durchschnitt, wobei auch hier der Ernst des Ganzen möglichst unter den Tisch gekehrt wird:

Allerdings weicht inzwischen die Kaufkraft an so gut wie keinem Ort mehr 25 Prozent vom deutschen Mittelwert ab.

Sehr beruhigend, wirklich. Nicht nur, dass selbst die übertriebene Relativierung erneut relativiert wird: “an so gut wie keinem Ort”, nein, die Zahlen sollte man sich stattdessen auf der Zunge zergehen lassen:

Der Durchschnittsdeutsche verdient 18.734€, während, bei angegebener Abweichung, der Ossi nur 14.050€ im Jahr erhält.

Ist ja schön und gut, dass der Durchschnittsdeutsche im Jahr 700€ mehr zur Verfügung hat – dass die bestehende Ost-Durschschnitt-Schere dabei diesen Wert aber um fast das sechsfache überschreitet (Ost-West wohl um einiges mehr), interessiert niemanden. Und sich dann über die Jammer-Ossis beschweren…

Erwähnte ich bereits, dass es, 17 Jahre nach der Wende, immer noch getrennte Renten- und ALG-Sätze gibt und getrennte Mindestlohnsätze geplant sind? Und es wäre mir neu, dass hier alles billiger wäre.

Marx, Lenin und der Weihnachtsmann

Gestern war ich mit meinen Eltern auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt. Dort zu bestaunen gab es eine Bühne mit einem Sängerduo, das bekannte Weihnachtslieder interpretierte. Bei dem Anblick fiel mir die Ablenkungsfunktion einer solchen Veranstaltung auf.

Was zum Beispiel wäre, wenn jemand nach vorne an die Bühne treten würde und dem Duo zuriefe, sie sollten mit dem Singen aufhören, da dieses ganze Weihnachtsgetue nur den Zweck erfüllt, die Bevölkerung von den eigentlichen Problemen unserer Zeit abzulenken.

Alles ist bunt geschmückt. Es gibt Lebkuchen und Bratwürste für alle. Schöne Lieder werden gesungen. Alle sind glücklich. Keiner denkt darüber nach, was für politische und ökonomische Probleme die Welt heimsuchen.

Ist der Zweck von Weihnachten (neben dem des offensichtlichen kapitalistischen Prinzips) der des Opiums des Volkes?

-.-

Was passiert, wenn man zu spät ins Bett geht? Na? Richtig, man wird vom Wecker geweckt und stellt ihn aus irgend einem Grund im Halbschlaf auf eine andere Uhrzeit. Cleverer Weise natürlich auf eine Uhrzeit in der Vergangenheit.

Da kann es schon mal passieren, dass man Mathe und PuM verpasst.

Verdammt, gerade Mathe und PuM…

Chuck Norris Fact

Chuck Norris schneidet Musik mit der Schere.

Das Adventskalenderphänomen

Ich bin einer jener Menschen, bei denen der Tageswechsel genau 0:00 stattfindet. Das heißt, dass ich von Dingen, die 23:59 passiert sind, um 0:01 behaupte, sie wären “gestern” geschehen, während andere der festen Überzeugung sind, es wäre doch “heute” gewesen. Der Grund: Sie hätten doch nicht geschlafen.

So ist es wahrscheinlich, dass einige am 08.12. behaupten, es wäre doch erst November – schließlich haben sie in ihrem Leben genau x Nächte geschlafen – und sind somit x Tage alt. Und ihr Geburtstag plus x Tage führt nun einmal zu einem Tag im November.

Langer Rede kurzer Sinn: Wenn es um den Adventsalender geht, mutiere ich zu einen von diesen Menschen. Ich habe mir nämlich angewöhnt, den Adventskalender erst dann auf zu machen, wenn ich von den Toten auferstehe.

Kranke Scheiße.

Homepage goes WordPress

Wir schreiben den 07.12.2007.

Heute fiel die Entscheidung, die Webseite entgültig durch mein WordPress-Blog zu ersetzen. Ist hiermit fertig. Wünsche weiterhin gerne an mich. Entweder führe ich sie aus – oder eben nicht.

Volksstimme wirbt für Weihnachtstombola

Die Genthiner Volksstimme hat am 30. November für die Tombola der 14. Genthiner Weihnachtsstraße (16. Dezember 2007) geworben. Neben einer Auflistung der Preise und deren Werte, durchflochten mit einigen Kommentaren vom Veranstalter sowie weiterem Text wurden ca. 30% des zur Verfügung stehenden Platzes für ein Bild vom letzten Jahr verwandt. Darauf zu sehen: Ich, wie ich eine Taste auf Papis Laptop drücke. (Wähwähwäh) Untertitel: “Markus Köppen entwarf im vergangenen Jahr ein Computerprogramm, mit dem die Losnummern gezogen wurden.”

Das Ganze war letztes Jahr schon ein größeres Spektakel, als ich es mir gewünscht hätte, angesichts der Tatsache, dass das Programm brechsimpel ist – gut, dieses Jahr neu geschrieben und mit mehr Effekten. Wahrscheinlich hatte der Veranstalter meine Nennung durchgesetzt, nachdem ich den ganzen Käse völlig für lau mache. ;)
Das Beste noch: Im Text wird der 13-zeilige Absatz über mich und meine bahnbrechende Erfindung mit folgenden Worten eingeleitet: “Der Gymnasiast Markus Köppen …”
ICH GEB DENEN GLEICH GYMNASIAST! :D

Beendet wird der Absatz mit den Worten: “Dieses Verfahren [das Bild per Beamer an die Videoleinwand zu pfeffern], was gut beim Publikum angekommen war, soll auch diesmal wieder verwendet werden.”
Ja, kam wirklich höllisch gut an, wie das Publikum aufgrund plötzlich auftretenden Sonnenscheins einfach GAR NICHTS auf der Leinwand erkennen konnte. Muahar, selbst im buchstäblichen Sinne gelogen.

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