Kaufkraft: Jetzt noch besser
- 17.12.2007 20:12
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Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) nach einem Bericht von tagesschau.de bekannt gibt, steigt die durchschnittliche Kaufkraft der deutschen Bevölkerung um durchschnittlich ca. 3,8%.
Anbei veröffentlichte tagesschau.de einen kleinen Überblick über die Kaufkraftverteilung in Deutschland. Während die Bayern, Baden-Württemberger und Hamburger etwas mehr als der Durchschnitt verdienen, liegt die durchschnittliche Kaufkraft in allen Landkreisen der ostdeutschen Bundesländern unter dem Durchschnitt, wobei auch hier der Ernst des Ganzen möglichst unter den Tisch gekehrt wird:
Allerdings weicht inzwischen die Kaufkraft an so gut wie keinem Ort mehr 25 Prozent vom deutschen Mittelwert ab.
Sehr beruhigend, wirklich. Nicht nur, dass selbst die übertriebene Relativierung erneut relativiert wird: “an so gut wie keinem Ort”, nein, die Zahlen sollte man sich stattdessen auf der Zunge zergehen lassen:
Der Durchschnittsdeutsche verdient 18.734€, während, bei angegebener Abweichung, der Ossi nur 14.050€ im Jahr erhält.
Ist ja schön und gut, dass der Durchschnittsdeutsche im Jahr 700€ mehr zur Verfügung hat – dass die bestehende Ost-Durschschnitt-Schere dabei diesen Wert aber um fast das sechsfache überschreitet (Ost-West wohl um einiges mehr), interessiert niemanden. Und sich dann über die Jammer-Ossis beschweren…
Erwähnte ich bereits, dass es, 17 Jahre nach der Wende, immer noch getrennte Renten- und ALG-Sätze gibt und getrennte Mindestlohnsätze geplant sind? Und es wäre mir neu, dass hier alles billiger wäre.
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