Archiv für Januar 2008

Fundamental[...]e-Christen-Zitate

Original von einer Christin in einem Chat/Forum (via):

I am a bit troubled. I believe my son has a girlfriend, because she left a dirty magazine with men in it under his bed. My son is only 16 and I really don’t think he’s ready to date yet. What’s worse is that he’s sneaking some girl to his room behind my back. I need help, God! I want my son to stop being so secretive

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Medienbericht vom 12.01.2008

Vor mir liegt die “Genthiner Volksstimme” von vorgestern.

Schlagzeilen bei “Rund um die Welt”:

In Südafrika ist das Küssen für Unter-16-Jährige verboten. Reaktion auf dieses Gesetz war eine Protestaktion in Johannesburg, bei der sich “mehrere Dutzend” (ich tippe auf 2) Minderjährige auf einer Eisbahn in die Arme gefallen sind. Im selben Artikel wird (fast beiläufig :P ) erwähnt, dass die Politiker planen, für die Fußball-WM 2010 die Prostitution zugunsten ausländischer Besucher “vorübergehend” zu legalisieren. Ist klar: Flott ‘nen Prostituierten-Schnellkurs (mit mündlicher Prüfung) belegt und schon geht’s los… Am Besten noch mit staatlichem Monopol.

Auf derselben Seite: Ein russischer Guru hat den Weltuntergang für diesen Mai angekündigt. Die Mitglieder (35, davon 4 Kinder) der von ihm gegründeten Sekte hocken jetzt bei minus 20 Grad in einer selbstgeschaufelten Höhle. Wer ist nicht dabei? Er selbst, denn er ist mit dem ehemaligen Besitz der Mitglieder seiner Sekte viel zu beschäftigt. Ist aber auch gerissen, eine Sekte zu gründen, die den Mitgliedern vorschreibt, (auch) im Winter in eine Höhle zu wohnen. Die Mitglieder verdienen eindeutig den Darwin-Award.

Dass ich es traurig finde, dass die Volksstimme in Kurzberichten über Stars auf die “Sun” als Referenz verweist (selbe Seite, Bericht über Robbie Williams, dass er 2008 kein Album veröffentlicht und keine Tour macht und dass seine Fans deswegen jetzt alle im Bett liegen und weinen…), erklärt sich von selbst. Muharhar, als nächstes in der Tagesschau: “Wie die Bild-Zeitung berichtet, habe Dieter Bohlen im Sommer 2006 70 Kinder gezeugt.
Bundespräsident Köhler hat Bohlen daraufhin das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Mit der Verleihung der höchsten Stufe der Auszeichnung wurde Bohlen für seine ‘herausragenden Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland’ geehrt.

Apropos Horst Köhler. Der hat in dieser Ausgabe eine ganz wichtige Rolle auf der Titelseite gespielt: Er hat nämlich “66 engagierte Bürger” auf seinem Neujahrsempfang begrüßt – darunter auch einen Magdeburger Studenten (ein Sachsen-Anhaltiner unter 66 – stolze Leistung, echt):

Der 20-Jährige durfte dem Staatsoberhaupt persönlich die Hand schütteln und am Tisch des Bundespräsidenten Platz nehmen. [...] “Diesen Tag werde ich nie vergessen”, sagte [er] im Anschluss.

Horst Köhler geht nicht kacken, Fakt!

DdD

In den Übungen an der Uni ist es üblich, dass wir zu Beginn jeder Stunde ankreuzen, welche Aufgaben wir erledigt haben. Auf der heutigen Liste war mein Name falsch geschrieben. SO weit nicht so schlimm. In der Logik-Übung hieß ich auch schonmal mit dem Vornamen “y=2x+1″.

In einer Aufgabe kam ich dran. Der Übungsleiter – Vertretung – fragte, wie ich heiße. Ich versuchte, es auszusprechen: “Köüüen” – so stand es da.

Auf die Frage, ob der Name ungarisch sei, entgegnete ich nur: “Nein, japanisch.” Und er war gerade dabei, es mir zu glauben, als meine lieben Kommilitonen ihm eröffneten, der Name sei nur falsch geschrieben.

Verräterschweine.

Reaktionen

Im Halbschlaf eine Szene in luftiger Höhe und mit viel kreiselnder Bewegung halluzinieren und dann vom Wecker geweckt werden.

Wer kennt es, dass einem dann wirklich schwindelig ist?

GEZ noch?

Dass über die deutsche Bürokratie nicht gerade gefeiert wird, ist hinreichend bekannt, dass sie aber unbegründet zu meinem Gunsten entscheidet, wiederum nicht.

Am 02.10. wurde ich Bürger von Magdeburg und meldete gleichzeitig meinen Fernseher, den ich seit dem “01.10.” in meiner Wohnung habe, bei der GEZ an. Soweit, so gut.
Als zukünftiger BAFöG-Empfänger wurde mir empfohlen, einen Antrag auf Gebürenbefreiung auszufüllen. Gesagt, getan. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen BAFöG-Bescheid hatte, konnte ich nur einen vorläufigen Antrag ausfüllen, der als Antrag akzeptiert werden würde, reiche ich die Bescheinigungen nach. Befreit wäre ich dann ab Stellung des vorläufigen Antrags. Und genau da scheiden sich die Erinnerungen in meinem Kopf:

1. Ich habe den Antrag ausgefüllt und abgegeben.

Was verwunderlich wäre, angesichts der Tatsache, dass ich Anfang Dezember eine Rechnung von der GEZ erhielt, die ich per Überweisung beglich. Vorher ging ich noch einmal zum Bürgerbüro und fragte, was die Rechnung solle. Man sah in den Aufzeichnungen nach und stellte fest, dass ich keinen Befreiungsantrag gestellt habe.

Das deckt sich mit einer anderen Erinnerung:

2. An der Information empfahl man mir, den Antrag zusammen mit dem eingetroffenen BAFöG-Bescheid einzureichen, was das Risiko einer Konfusion in der Verwaltung (jaja, die Bürokratie) eindämmen sollte. Ich wollte es so machen.

- mit dem Problem, dass der BAFöG-Bescheid erst Ende November eintraf (was ich natürlich angesichts der zeitigen BAFöG-Antragstellung nicht erwartete), womit ich somit bis Dezember nicht befreit wäre. In dem Moment, in dem ich die Antragsstellung nachholte, war ich fest davon überzeugt, keinen Antrag gestellt zu haben. Das Amt führt darüber in der Tat hervorragend Buch, dem ich so glauben schenkte, zumal es sich mit meiner Erinnerung deckte (das gab ich so nie offen zu, zumal ich mir nicht sicher war – erstmal wollte ich sehen, was bei raus kommt).

Als festgestellt wurde, dass ich keinen Antrag abgegeben haben soll, holte ich das (unter Besprechung mit der Mitarbeiterin, die mit mir Einsicht in die Akten nahm) nach.

Heute, 3 Monate nach Anmeldung sowie 4 Wochen nach nachgeholtem Befreiungsantrag traf ein Brief der GEZ bei mir ein.

Betreff: “[...] Ihr Antrag vom 02.10.2007 – eingegangen am 09.10.2007″

Und nun finde sich einer, der Behaupte, dies sei kein Grund, an mir oder am Amt zu zweifeln. Der Antrag war am 09.10. bei der GEZ eingetroffen – und die läuft selbstständig und ohne Verbindung zum Bürgerbüro. Das Amt konnte das Datum – selbst wenn es denn aus Sympathie oder Mitleid gewollt hätte – nicht zu meinen Gunsten verfälschen.

Das Geld, das ich nun zu viel überwiesen hatte (Oktober hätte ich ja so oder so bezahlen müssen) will man mir nun zurückerstatten, heißt es in dem Schreiben. Ich sehe auf Kontoauszügen nie die Kontonummer des Überweisenden bei Gutschriften an mich. Woher sollen sie also wissen, wo das Geld hin soll?

GEZ noch?

Nachtrag: Man schickte mir einen Verrechnungsscheck.

Schafskäsemafia

Es ist noch gar nicht lange her, da bemerkte ich an der Speisetafel meines Stammdönerladens eine kleine Änderung:
An den Spezialdöner mit “Schafskäse” wurde etwas angehängt, zu lesen ist somit (in etwa):

Döner mit Schafskäse      ,      Imitat

Schafskäseimitat also. Interessant. Ich verstaute diese Information irgendwo in meinem Hinterkopf, nur, um sie heute wieder raus zu kramen.

Als ich mir nämlich vorhin in einem anderen Laden einen Döner holte (ich gebe zu, ich hole mir recht häufig einen Döner – aber auch nur so fallen mir solche Dinge erst auf), bemerkte ich auch dort eine Änderung:
Auch dieser Laden verkaufte einen Spezialdöner mit “Schafskäse”, jedoch wurde hier (wohl aus Platzgründen) die Änderung anders durchgeführt. Statt “Imitat” anzuhängen, kratzte man einfach das “Schafs” von der Tafel, sodass es dort nun hieß:

Döner Spezial
mit Salat, Soße und               käse

Die letzte Zeit verbrachte ich nun damit, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wie es zu diesen Änderungen kam.

Wurde ein neues Gesetz eingeführt, das Dönerladenbesitzer verpflichtet, Zutaten mit vollständigem Wahrheitsgehalt anzugeben?
Oder gibt es das Gesetz am Ende schon länger und es wurde ihnen tatsächlich erst jetzt (im Kollektiv) bewusst, dass der Fetakäse, der hierzulande verkauft wird, in Wirklichkeit aus Kuh- statt aus Schafsmilch gemacht ist (eine Tatsache, die selbst mir als Nicht-Käseesser seit Jahren bekannt ist)?
Oder noch schlimmer: Hat eine illegale Gruppierung den ganzen echten Schafskäse in Beschlag genommen (um nicht zu sagen: gestohlen) und durch billiges nachgemachtes Zeug ersetzt, um das echte Zeug gewinnbringend im Süden Europas zu verticken?

Man weeß het net, man weeß het net.

Wasserschaden

Als ich am 23.12. in meine Wohnung kam, um sie einem Bekannten zu zeigen, dachte ich eigentlich nicht, dass etwas besonderes passieren würde. Als er dann das Bad beäugelte und sagte, dass Wasser von der Decke kam, nahm ich erst an, es sei ein Scherz – war es aber nicht. Ich legte einen Lappen unter die tropfende Stelle – ein perfektes Quadrat – und entfernte mich für die Feiertage wieder in die Heimat – mehr konnte ich nicht machen. Zumal ich es für etwas einmaliges hielt.

Am 26. kehrte ich zurück und sah, dass es <em>kein</em> einmaliges Ereignis war. Da Behörden für gewöhnlich zwischen den Jahren schwer erreichbar sind, beschloss ich, die Meldung des Falls auf den 4. Januar zu verlegen. Da hätte mein Hausmeister Sprechstunde. Aber er war schneller als ich. Vor ein paar Minuten erschien er an meiner Tür – die Mieter unter mir haben dasselbe Problem. Nach einer Erklärung ging er nach oben und kam just zurück, als ich hier mit dem Schreiben anfing.

An dieser Stelle eine Anmerkung: Scheiß Feiertage. Ich dachte, heute wäre Mittwoch… Der Hausmeister hat aber Donnerstags Sprechstunde – also heute.

Wenn alles trocken ist, darf ich dann einen Maler beim Hausmeister bestellen, der den Wasserschaden richtet.

Fastfoodlyrik

Ich: “Wie ich ‘ne Pizza-Hut-Pizza hab…”
Sie: “Wie ich ‘n Subway-Sub hab…”

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