The Next Uri Geller
- 26.02.2008 20:52
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The Next Uri Geller heute: Zuerst aufgezeichnete Experimente. Also nicht live.
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Vincent Raven hat sich in einen von drei Särgen gelegt (die Särge wurden dann vernagelt), ohne, dass eine “Prominente” das gesehen hat. Die hat dann Karten gemischt und damit entschieden, welche zwei Särge mit Benzin übergossen und angezündet werden.
Vincent Raven wurde dabei innerhalb des Sargs gefilmt. Nur, wenn ein Sarg angezündet wird, wird die Verbindung zur Kamera unterbrochen. Irgendwann geht sie wieder an und Vincent Raven sagt: “Ich habe überlebt. Danke.”
Mit Verlaub, selbst, wenn er drin gelegen hätte: Wenn man einen Sarg mit Benzin übergießt und anzündet, stirbt der Drinliegende doch da nicht dran, wenn der Rand ne Minute lang ein bisschen ankohlt. O.o
Achja: Lösung wie immer über Absprache. Unabhängig davon waren Momente dabei, in denen die Kameras aus waren, nämlich, als der zweite Sarg vor dem Anzünden mit Benzin übergossen wurde – das wurde nicht gezeigt. Ist aber auch egal – war ja eh Absprache.
Cool war, anzusehen, wie Uri bei seiner Bewertung mitgespielt hat: ” … unter Einsatz deines Lebens …”
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Der zweite meinte, blind ein Flugzeug zu fliegen. Neben ihm und einer “Prominenten” waren auch noch zwei Kameramänner an Bord. Interessant an diesem Kleingflugzeugtyp: Vom Copilotensitz lässt sich das Flugzeug genauso wie vom Pilotensitz steuern. Und Kameramänner mit Pilotenschein gibt es wohl genug. Dann, wie immer, die “Prominente” eingeweiht und gut ist.
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Drittes Experiment von Farid: Auf einem Parkplatz ließ er zuerst einen Geldschein in der Hand eines “Prominenten” schweben. Danach ein Stofftier in einem “fremden” Auto wackeln. Und zum Schluss das ganze Auto schweben. Anwesend dabei der “Prominente” und irgendwelche Freunde (“Freunde”?) von Farid. Das Stofftier könnte man ohne Probleme fernsteuern, alles andere ließe sich mit einigen Kameratricks (Nachbearbeitung im Studio) machen. Alle, wie immer, einweiht, fertig.
Und hinterher kackfrech behaupten, dank der Hilfe des “Prominenten” kam er sogar weiter, als er wollte (er wollte das mit dem Auto-Schweben-Lassen also gar nicht). Ja nee, klar. Ich gehe ins Finale einer solchen Show und lass ein Kuscheltier wackeln… Gewinne ich bestimmt mit.
Und wenn ich mehr mache, als ich eigentlich will, sag ich meinen Freunden auch, sie sollen unter dem “schwebenden” Auto durchgehen und mir dabei vertrauen. Joa, ich mag meine Freunde auch nicht so besonders…
Lustig fand ich auch, wie von unter dem Auto von einem Kameramann gefilmt wurde (als Farid zwei seiner Freunde sagte, sie sollen unter dem Auto durchgehen), der aber in der anderen Kamerastellung mit dem schwebenden Auto gar nicht zu sehen war. Schon traurig…
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Überhaupt habe ich bei dieser Show noch kein Experiment gesehen, das nicht mit ein Bisschen Recherche, Psychologie, Chemie (da war irgendwas, dass da plötzlich, als ein Tuch den Tisch berührte, Blut entstanden sein soll – erfahrene Chemiker wissen, wie einfach das ist), Physik oder Absprache lösbar sein soll. Wobei ich zu meiner “Schande” zugeben muss, dass das heute erst die zweite Sendung der Reihe ist, die ich sehe.
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Auch die live-Experimente haben mich nicht überzeugt. Farid wollte beweisen, dass das Ergebnis, das bei seinem Experiment heraus kam, kein Zufall war. Interessanterweise habe ich bei keinem der Experimente angenommen, dass da irgendetwas zufälliges ist. Nur eben alles gut abgesprochen und präpariert. Dasselbe bei Vincent Raven.
Und für den Kack bekommt der Gewinner (der dann übrigens Vincent Raven hieß) dann 100.000€. Traurig.
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Die “Experimente” dieser Show sind ja teilweise noch einfacher zu erklären als die Unwissenschaftlichkeit der ProSieben-Sendung “Galileo”.
Nur ein Beispiel: Zu veranschaulichen ist die Angabe “200 Newton”. Man stellt fest, dass das in etwa soviel ist, wie 20 Ein-Liter-Milchflaschen, nimmt diese 20 Milchflaschen, bindet sie zu einem Bündel zusammen, zieht sie kommentarlos in geschätzte 5 Meter Höhe, lässt das Bündel fallen und filmt dann den Aufprall – bei dem die zersprungenen Milchflaschen mitsamt Inhalt wie bei einer riesigen Explosion meterweit durch die Gegend fliegen – mithilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera. Man stellt fest: “Woah, 200 Newton sind ja echt heftig” – und zeigt das Video im Verlauf der “Reportage” noch ein paar Mal ohne ersichtlichen Zusammenhang.
Ein Einzelfall? Keineswegs.
Kennt ihr den Film “Idiocracy”? Nein? Solltet ihr aber:
Idiocracy in der Internet Movie Database
Genau da werden wir (unter anderem auch) durch “The Next Uri Geller” und “Galileo” landen.
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