Der CCC hat die Tage einen Fingerabdruck von Wolfgang Schäuble veröffentlicht, mit der Bitte, ihn möglichst oft und überall zu hinterlassen, um so eine Aufweichung der Regierungsziele der vollständigen Überwachung der Bürger zu erreichen.

Schäuble selbst zeigt sich nicht betroffen, er habe schließlich “nichts zu verbergen befürchten” – einen Spruch, den man leider zu oft – und gerade in der heutigen Zeit immer öfter – in deutschen Wohnzimmern zu hören bekommt. Meine Mutter hat auf die Frage, ob sie Einsicht in ihre Stasi-Akten nehmen möchte, mit dem selben Satz reagiert und ist fest davon überzeugt, dass nichts über sie vorliegt.

Heute veröffentlicht das Frankfurter Magazin folgenden Artikel:

Wirbel um den Fingerbadruck von Wolfgang Schäuble. Sichere Quellen behaupten: Bei dem vom Chaos Computer Club (CCC) veröffentlichten Daktylogramm des Bundesinnenministers handelt es sich um eine Fälschung.

“Wir haben den veröffentlichten Fingerabdruck von Herrn Schäuble mit demjenigen verglichen, den wir in unserer Kundendatenbank gespeichert haben. Die Übereinstimmung liegt bei null Prozent”, teilte ein Firmensprecher des Lebensmitteldiscounters LIDL am späten Sonntag Abend mit.

Kurz darauf meldete sich auch Peter P., Mitarbeiter der Drogeriekette Schlecker zu Wort. Der veröffentlichte Fingerabdruck, so P., stamme zweifelsfrei von der 67-jährigen Schlecker-Kundin Annegret G. aus dem schwäbischen Waiblingen.

Der CCC war bislang noch zu keiner Stellungnahme bereit.

Noch ein wenig interessanter als der Artikel ist ein Kommentar, der darunter abgegeben wurde:

ein bissl unglaubwürdig

In dem Sinne: Auf uns!