Archiv für April 2008

Zickenkrieg?

Schreibt ein Mädel einem anderen ins Gästebuch:

Frauenfreundschaften:

Eine Frau ist die ganze Nacht nicht nach Hause gekommen. Am nächsten Morgen hat sie ihrem Mann erzählt, dass sie bei einer Freundin übernachtet hat. Ihr Mann hat ihre 10 besten Freundinnen angerufen.

Keine der Freundinnen hat die Aussage bestätigt.

Männerfreundschaften:

Ein Mann ist die ganze Nacht nicht nach Hause gekommen. Am nächsten Morgen
hat er seiner Frau erzählt, dass er bei einem
Freund übernachtet hat. Seine Frau hat seine 10 besten Freunde angerufen.

5 seiner Freunde haben ihr bestätigt, dass er bei ihm war.
Und 5 seiner Freunde haben sogar behauptet, er wäre noch da!!

Bleibt zu klären, ob der Beitrag Rache (“Guck mal, wie du mich ans Messer geliefert hast!”) oder einfach nur blöd (“Yeah, da steht was von Frauenfreundschaften, und wir sind doch so dicke miteinander…”) war.

Die Terroristen kommen

Der Entwurf der in den Medien häufig angesprochenen Änderung des BKA-Gesetzes heißt offiziell:

Entwurf eines Gesetzes zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt

So, jetzt mal alle die Hände heben: Wer ist der Meinung, dass dies Tatsächlich ein Akt der Bundesregierung ist, uns vor dem Terrorismus zu schützen?

Keiner? Wundert mich jetzt…

Leider wurde das Dokument bisher zurückgehalten; wohl, um Diskussionsterrorismus zu verhindern.

Bei netzpolitik.org kann der Gesetzesentwurf jetzt bestaunt werden.

(via)

(Un)Beschwertheit

Findet man in Magdeburgs Straßen:

Findet man im Haus, wenn Väterchens Bruder da war:

Grundsatzdiskussion

- ohne Worte -

(via)

Und weil es gerade so passt: Meine Antwort auf die “Hitler lebt”-Verschwörungen:

(no offence)

Exzession

Heute zum ersten und vorübergehend einzigen Mal in der ersten Klasse der Deutschen Bahn gesessen.

Photograph for real

In einer Ausstellung im Magdeburger City-Carree stolperte ich über folgendes Foto:
Ty Ziegel and Renee Kline
Den Begleittext dazu las ich erst bei meinem nächsten Besuch – und wurde völlig überrascht. Da mir der in O-Ton nicht vorliegt, zitiere ich den Begleittext von Spiegel Online:

Sergeant Ty Ziegel, 24, vom Marine Corps wurde im Dezember 2004 am irakisch- syrischen Grenzpunkt al- Qaim verwundet, als er nach einem Selbstmordanschlag in einem brennenden Lkw eingeschlossen war.

Die Hitze schmolz die Haut vom Kopf. Er verlor ein Auge, einen Arm und drei Finger an der anderen Hand. In mehr als 50 Operationen wurde seine Schädeldecke mit einer Plastikkappe ersetzt und sein Gesicht mit plastischer Chirurgie rekonstruiert, mit Löchern für Nase und Ohren.

Das Foto zeigt ihn an seinem Hochzeitstag mit seiner Braut Renée Kline, 21, die ihn gesundpflegte. “Ich weiß nicht, ob ich es ihr direkt so gesagt habe”, berichtet er, “aber ich hätte es verstanden, wenn sie gesagt hätte: Yeah, ich bin dann mal weg.”

Dieser Text (Auszug eines Beitrags von Touching Harms the Art) beschreibt meine Gedanken und Gefühle recht gut:

I have felt since I first saw the image that it is extremely emotionally manipulative. To stir the viewer’s heart the photo relies on an instant visual judgment of the appearance of two surfaces – specifically Ty’s scarred head (injured when an Iraqi suicide bomber detonated himself nearby) and Renee’s shocked and overwhelmed face. It’s a sliver of time that many might be inclined to read as a complete synopsis of the challenges and struggles Ty and Renee’s relationship and, worse, as a beautiful young woman’s heartbreak upon realizing that this is not what she agreed to. Of course, none of this is “true” – it is fiction of my mind.

It troubles me that this fiction, rendered through a factual medium (photography) is then distributed as a fact via channels we rely on for information (news media). The portrait is most often presented by itself, outside the context of Berman’s larger “Marine Wedding” series, as it was when awarded “1st Prize” for a single portrait by World Press Photo earlier this year. Now, don’t get me wrong – it is a powerful photograph and worth lauding, but not for its ability to accurately portray the couples emotional state or even the events of their wedding day. Berman [the photographer] likely never wanted the image to do any of these things, and in interviews makes it clear that she realizes this:

Salon.com: Some people have asked whether the expression was just some kind of fluke, whether it might have been unrelated to the wedding or Ty’s disability –

Berman: Yes, you can say, “She was exhausted,” or “They were hung over” — they were — or “They just wanted to get this over with and get out of there so they could have fun.” That’s part of it too. But that’s not what makes pictures interesting. What makes pictures interesting is that they provide the space for the viewers to contemplate.

From The Face of War, Salon.com, March 10, 2007

Aber unter uns: Sein Outfit für die Hochzeit war, bei all meinem Verständnis für den amerikanischen Patriotismus, jetzt nicht soo perfekt gewählt.

Rechtsanwalt wirbt mit Spam

Ein selbst Google unbekannter Mann, “Rechtsanwalt” Fidelis Schreiber, schickte mir heute Abend eine Mail (in sechsfacher Ausführung innerhalb von 2 Stunden Update: in 18-facher Ausführung innerhalb von 10 Stunden) an meine info@-Adresse – die ich so nie benutzt habe. Google schob sie direkt in den Spam-Ordner.

Zeilenumbrüche kommen vom Absender.

Pressemeldung 87JUR/08
Bundestag beschliesst Gesetz gegen Mondpreiswerbung und Preisschaukelei
*************************** (Anm.: Sternkette gekürzt)

Mondpreiswerbung – ab sofort auch Straftat – Hohe Haftstrafen und
Konzerndurchsuchungen erwartet

Jeder Werber der mit unwahren Vorher-Nachher-Preisen wirbt muss sich nun
warm anziehen, denn auf Preisschwindelei,
Mondpreiswerbung und Preisschaukelei stehen jetzt 2 Jahre Haftstrafe.
(Unwahre ehemalige durchgestrichene Preise)

Das hat der Bundestag entschieden:
http://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__16.html

Dieses Gesetz soll den Verbraucher vor unwahren Preisangaben sichern
nachdem festgestellt wurde, dass fast keine Werbung mehr ohne
durchgestrichene
Preise gedruckt wird und oft falsche Herstellerpreisangaben oder
Statt-Preise
gedruckt werden. Auch das Heraufsetzen von Preisen um diese dann zu senken
wird nun mit hohen Haftstrafen geahndet. (Preisschaukelei).

Siehe auch folgende akutelle Presseberichte:

http://tinyurl.com/yo4fsn

http://tinyurl.com/2epwtp

http://tinyurl.com/ywacgo

http://tinyurl.com/24vcsz

Sowie die TV-Berichterstattung zu falschen Vorher-Nachher-Preisen und
falschen Angaben
der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers:

http://vollekanne.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,2338890,00.html

http://morgenmagazin.zdf.de/ZDFde/inhalt/18/0,1872,7004114,00.html

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,7165885,00.html

http://tinyurl.com/23kkzx

http://www.morgenpost.de/content/2007/09/02/wirtschaft/919149.html

Alle Verbraucher sind nun aufgefordert, Strafanzeige zu erstatten, sobald
sie den Verdacht haben, ein
durchgestrichener Statt-Preis ist evtl. unwahr oder nicht richtig.

Mit (verbraucher)-freundlichem Gruss

Fidelis Schreiber
Rechtsanwalt
Siemensstr. 13
12247 Berlin

Und bei WEM sollen sie Anzeige erstatten? Na, na, na?

Die Information: 12 Tage alt.
Der Gute muss eine völlig verpfuschte Karriere haben, wenn er durch solche Aktion auf sich aufmerksam machen muss.

Informatiker – ein (a)soziales Volk

[Updated: 04.04.08]

Die Anmeldung für drei der fünf Übungsgruppen für Informatiker des zweiten Semesters ist schwer nach hinten losgegangen. Doch beginnen wir die Geschichte von vorn:

Mehr …

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