Einblick in den Polizeistaat
- 24.05.2008 18:33
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Noch turbulenter als an dem Tag, an dem 1. Mai und Herrentag zusammenfallen, wird es in Magdeburg, wenn der örtliche Fußballverein, nach Lokalmeinung einer der meistunterschätzten Vereine der Welt, ein Heimspiel gibt.
Vor allem das Polizeiaufgebot überrascht:
Im Bahnhof 3 Polizeihaufen à 10 Mann, jeweils bewaffnet und mit Helmen ausgestattet.
Straßenbarrikaden im Bahnhofstunnel.
Vor dem Bahnhof weiteres Polizeiaufgebot; größere Ansammlungen von FCM-Fans.
Im City-Carré weitere Ansammlungen gröhlender, klatschender, feiernder Fans.
Durch Polizeisperren sammeln sich die Straßenbahnen, die nicht weiterfahren können.
Auf dem Weg zwischen City-Carré und Allee-Center (300 Meter) kamen mir zwei Polizeikolonnen à mind. 20 Wagen entgegen. Eine weitere stand bereits auf der Straße bereit. Und wiederum zwei weitere Polizeikolonnen ähnlicher Größe eskortierten eine Straßenbahn voller Fans der Gegnerischen Mannschaft. Trotz der Eskorte trauten sich Männer mit schwarzen Kaputzenpullis (“Thor Steinar”) und Sonnenbrillen, auf die Straßenbahn zuzustürmen und auf die Fenster einzuprügeln. Als ein Polizeiauto von hinten mit Martinshorn kam, um die Pöbler zu vertreiben, zerstreuten die sich im Unterholz des Parks nebenan.
Mindestens 2 (eher 3) Polizeihubschrauber in der Luft.
Ich hätte nie damit gerechnet, dass Magdeburg eine solche Zahl an Polizeiautos und -beamten zu bieten hat.
Anmerkung: Ich weiß nicht, gegen wen der FCM gespielt hat oder wie es ausging.
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