Heute bei Roger Cicero in Concert gewesen, in Leipzig.
An einer Stelle hat er ein vorher für dieses Konzert gecastetes Leipziger Mädel auf die Bühne geholt, um ein Duett zu performen.
Ich kannte das Lied vorher nicht, also war ich freudig überrascht, als das Mädel das erste Mal den Refrain sang, die letzte Zeile verrucht hauchend:
Nimm den Hund mit, behalt’ das Haus,
du kriegst das Grundstück und den Benz, ich geb’ auf.
Nimm das Kaffeeservice, die Kreditkarten auch,
denn alles was ein Mann wirklich braucht…
ist eine Hure…
Wofür sie dann wilden Applaus bekam.
Stellt sich im Nachhinein raus, dass es da um “seine Ruhe” ging. Schade, ich fand das eigentlich plausibel.
Außerdem durfte ich feststellen, dass es ziemlich gut für Schnorrer ist, wenn der Becherpfand beim Konzert nur 50 Cent beträgt und die Leute die Becher deswegen stehen lassen. 6€ hab ich verdient – innerhalb von weit weniger als 5 Minuten. Ich war noch lange nicht fertig, wurde aber nicht mehr in die interessanten Reihen gelassen, als die Bühnenarbeiter mit Abbauen anfingen.
Danach waren wir beim Chinesen essen und bekamen als Abschiedsgeschenk Glückskekse. Ich habe dann vorgeschlagen, dass jeder beim Vorlesen seines Keksspruches “- im Bett” anhängt, weil ich das mal bei “Men in Trees” gesehen habe und mal gucken wollte, wie gut das passt.
Mein Schwester hatte: “Ein großes Problem wird sich im nächsten Monat lösen – im Bett”
Mein Vater: “Schwierigkeiten sind normal, deine Erfahrungen werden sich in den nächsten Jahren verbessern – im Bett”
Meine Mutter: “Dir steht ein langes Leben bevor – im Bett”
Ich: “Deine guten Freunde werden immer zu dir stehen – im Bett”
Was Alex hatte, weiß ich schon gar nicht mehr.
Auf der Rückfahrt wurde dann im Radio erzählt, dass Schwesterwelle ein Aussteigerprogramm für Taliban ins Leben rufen will. Ich kann mir schon den Stuhlkreis in der deutschen Botschaft vorstellen: “Hallo, ich bin Ahmed und ich bin Taliban.” – “Hallo Ahmed!”