Religionsprobleme
- 27.01.2010 19:25
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Vorhin habe ich mich an einen alten Film erinnert, in der die funadmentalistische Oma ihre zukünftige Schwiegerenkelin ablehnt und ihr “Keine Jüdin! Keine Jüdin!” zuruft, da sie ja keine Jüdin ist.
Nach jüdischer Auffassung ist jede Person Jude, dessen Mutter Jüdin ist (sowas lernt man heute schon in der Religionsstunde, in der “Das Leben des Brian” diskutiert wird – in dem Brian gleichzeitig Römer und Jude ist).
Damit ist für einen fundamentalistischen Juden eine nichtjüdische Schwiegertochter (bei einem Sohn) potentiell schlimmer als ein nichtjüdischer Schwiegersohn (bei einer Tochter), denn in erstem Fall wären zukünftige Enkel nicht jüdisch (da die Mutter der Kinder nicht jüdisch ist), bei einem nichtjüdischen Schwiegersohn aber schon (weil die Mutter der Kinder ja Jüdin ist).
Allerdings sind Eltern bei Töchtern um einiges strenger, was deren Partnerwahl angeht – dem Sohn lässt man traditionell einiges mehr durchgehen.
Was ist also für den Fundijuden schlimmer? Nichtjüdische Enkel (und einen Sohn, der eine Nichtjüdin heiratet) oder eine Tochter, die einen Nichtjuden heiratet (deren Kinder aber wiederum den Stämmen angehören)?