Archiv für Kategorie ‘Aktuelles/Blog’

DdD

In den Übungen an der Uni ist es üblich, dass wir zu Beginn jeder Stunde ankreuzen, welche Aufgaben wir erledigt haben. Auf der heutigen Liste war mein Name falsch geschrieben. SO weit nicht so schlimm. In der Logik-Übung hieß ich auch schonmal mit dem Vornamen “y=2x+1″.

In einer Aufgabe kam ich dran. Der Übungsleiter – Vertretung – fragte, wie ich heiße. Ich versuchte, es auszusprechen: “Köüüen” – so stand es da.

Auf die Frage, ob der Name ungarisch sei, entgegnete ich nur: “Nein, japanisch.” Und er war gerade dabei, es mir zu glauben, als meine lieben Kommilitonen ihm eröffneten, der Name sei nur falsch geschrieben.

Verräterschweine.

Reaktionen

Im Halbschlaf eine Szene in luftiger Höhe und mit viel kreiselnder Bewegung halluzinieren und dann vom Wecker geweckt werden.

Wer kennt es, dass einem dann wirklich schwindelig ist?

GEZ noch?

Dass über die deutsche Bürokratie nicht gerade gefeiert wird, ist hinreichend bekannt, dass sie aber unbegründet zu meinem Gunsten entscheidet, wiederum nicht.

Am 02.10. wurde ich Bürger von Magdeburg und meldete gleichzeitig meinen Fernseher, den ich seit dem “01.10.” in meiner Wohnung habe, bei der GEZ an. Soweit, so gut.
Als zukünftiger BAFöG-Empfänger wurde mir empfohlen, einen Antrag auf Gebürenbefreiung auszufüllen. Gesagt, getan. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen BAFöG-Bescheid hatte, konnte ich nur einen vorläufigen Antrag ausfüllen, der als Antrag akzeptiert werden würde, reiche ich die Bescheinigungen nach. Befreit wäre ich dann ab Stellung des vorläufigen Antrags. Und genau da scheiden sich die Erinnerungen in meinem Kopf:

1. Ich habe den Antrag ausgefüllt und abgegeben.

Was verwunderlich wäre, angesichts der Tatsache, dass ich Anfang Dezember eine Rechnung von der GEZ erhielt, die ich per Überweisung beglich. Vorher ging ich noch einmal zum Bürgerbüro und fragte, was die Rechnung solle. Man sah in den Aufzeichnungen nach und stellte fest, dass ich keinen Befreiungsantrag gestellt habe.

Das deckt sich mit einer anderen Erinnerung:

2. An der Information empfahl man mir, den Antrag zusammen mit dem eingetroffenen BAFöG-Bescheid einzureichen, was das Risiko einer Konfusion in der Verwaltung (jaja, die Bürokratie) eindämmen sollte. Ich wollte es so machen.

- mit dem Problem, dass der BAFöG-Bescheid erst Ende November eintraf (was ich natürlich angesichts der zeitigen BAFöG-Antragstellung nicht erwartete), womit ich somit bis Dezember nicht befreit wäre. In dem Moment, in dem ich die Antragsstellung nachholte, war ich fest davon überzeugt, keinen Antrag gestellt zu haben. Das Amt führt darüber in der Tat hervorragend Buch, dem ich so glauben schenkte, zumal es sich mit meiner Erinnerung deckte (das gab ich so nie offen zu, zumal ich mir nicht sicher war – erstmal wollte ich sehen, was bei raus kommt).

Als festgestellt wurde, dass ich keinen Antrag abgegeben haben soll, holte ich das (unter Besprechung mit der Mitarbeiterin, die mit mir Einsicht in die Akten nahm) nach.

Heute, 3 Monate nach Anmeldung sowie 4 Wochen nach nachgeholtem Befreiungsantrag traf ein Brief der GEZ bei mir ein.

Betreff: “[...] Ihr Antrag vom 02.10.2007 – eingegangen am 09.10.2007″

Und nun finde sich einer, der Behaupte, dies sei kein Grund, an mir oder am Amt zu zweifeln. Der Antrag war am 09.10. bei der GEZ eingetroffen – und die läuft selbstständig und ohne Verbindung zum Bürgerbüro. Das Amt konnte das Datum – selbst wenn es denn aus Sympathie oder Mitleid gewollt hätte – nicht zu meinen Gunsten verfälschen.

Das Geld, das ich nun zu viel überwiesen hatte (Oktober hätte ich ja so oder so bezahlen müssen) will man mir nun zurückerstatten, heißt es in dem Schreiben. Ich sehe auf Kontoauszügen nie die Kontonummer des Überweisenden bei Gutschriften an mich. Woher sollen sie also wissen, wo das Geld hin soll?

GEZ noch?

Nachtrag: Man schickte mir einen Verrechnungsscheck.

Schafskäsemafia

Es ist noch gar nicht lange her, da bemerkte ich an der Speisetafel meines Stammdönerladens eine kleine Änderung:
An den Spezialdöner mit “Schafskäse” wurde etwas angehängt, zu lesen ist somit (in etwa):

Döner mit Schafskäse      ,      Imitat

Schafskäseimitat also. Interessant. Ich verstaute diese Information irgendwo in meinem Hinterkopf, nur, um sie heute wieder raus zu kramen.

Als ich mir nämlich vorhin in einem anderen Laden einen Döner holte (ich gebe zu, ich hole mir recht häufig einen Döner – aber auch nur so fallen mir solche Dinge erst auf), bemerkte ich auch dort eine Änderung:
Auch dieser Laden verkaufte einen Spezialdöner mit “Schafskäse”, jedoch wurde hier (wohl aus Platzgründen) die Änderung anders durchgeführt. Statt “Imitat” anzuhängen, kratzte man einfach das “Schafs” von der Tafel, sodass es dort nun hieß:

Döner Spezial
mit Salat, Soße und               käse

Die letzte Zeit verbrachte ich nun damit, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wie es zu diesen Änderungen kam.

Wurde ein neues Gesetz eingeführt, das Dönerladenbesitzer verpflichtet, Zutaten mit vollständigem Wahrheitsgehalt anzugeben?
Oder gibt es das Gesetz am Ende schon länger und es wurde ihnen tatsächlich erst jetzt (im Kollektiv) bewusst, dass der Fetakäse, der hierzulande verkauft wird, in Wirklichkeit aus Kuh- statt aus Schafsmilch gemacht ist (eine Tatsache, die selbst mir als Nicht-Käseesser seit Jahren bekannt ist)?
Oder noch schlimmer: Hat eine illegale Gruppierung den ganzen echten Schafskäse in Beschlag genommen (um nicht zu sagen: gestohlen) und durch billiges nachgemachtes Zeug ersetzt, um das echte Zeug gewinnbringend im Süden Europas zu verticken?

Man weeß het net, man weeß het net.

Wasserschaden

Als ich am 23.12. in meine Wohnung kam, um sie einem Bekannten zu zeigen, dachte ich eigentlich nicht, dass etwas besonderes passieren würde. Als er dann das Bad beäugelte und sagte, dass Wasser von der Decke kam, nahm ich erst an, es sei ein Scherz – war es aber nicht. Ich legte einen Lappen unter die tropfende Stelle – ein perfektes Quadrat – und entfernte mich für die Feiertage wieder in die Heimat – mehr konnte ich nicht machen. Zumal ich es für etwas einmaliges hielt.

Am 26. kehrte ich zurück und sah, dass es <em>kein</em> einmaliges Ereignis war. Da Behörden für gewöhnlich zwischen den Jahren schwer erreichbar sind, beschloss ich, die Meldung des Falls auf den 4. Januar zu verlegen. Da hätte mein Hausmeister Sprechstunde. Aber er war schneller als ich. Vor ein paar Minuten erschien er an meiner Tür – die Mieter unter mir haben dasselbe Problem. Nach einer Erklärung ging er nach oben und kam just zurück, als ich hier mit dem Schreiben anfing.

An dieser Stelle eine Anmerkung: Scheiß Feiertage. Ich dachte, heute wäre Mittwoch… Der Hausmeister hat aber Donnerstags Sprechstunde – also heute.

Wenn alles trocken ist, darf ich dann einen Maler beim Hausmeister bestellen, der den Wasserschaden richtet.

Fastfoodlyrik

Ich: “Wie ich ‘ne Pizza-Hut-Pizza hab…”
Sie: “Wie ich ‘n Subway-Sub hab…”

Weihnachtsfest der Überraschungen

Auf Wunsch einer Dame schauen wir heute Abend das Weihnachtsfest der Volksmusik Überraschungen mit dem uneingeschränkten Beherrscher des deutschen Showbiz – Florian Silbereisen, der, wie die Wikipedia (nicht) berichtet, seit dem 04. April 2004 kokainsüchtig ist.

Eben war ein Auftritt mit einem Herrn am Klavier und einigen Kindern. Er fängt an zu spielen, ich freue mich: freue mich, dass da jemand live Klavier spielt (und danach klang es wirklich). Nach zwei Takten aber hörte man kein Klavier mehr, sondern ganz plötzlich Holzbläser. Und seine Stimme erhielt plötzlich einen komischen Hall.

Komisch fand ich nur, dass er nicht aufhörte, Klavier zu spielen.

Und noch ein Kommentar in eigener Sache: Die Weihnachtsrede des Herrn Bundespräsidenten ist ersetzbar und überflüssig.

Sinn von Weihnachten

Als ich heute auf der Rückfahrt von Magdeburg mein Fahrrad wieder da abholte, wo ich es abgestellt hatte, begann ein interessanter Dialog:

Er: “Wir haben mal ne Runde mit dem Fahrrad gedreht, da ist ja mein Eduscho-Fahrrad besser..”
Ich: “Joa, ist ja auch nicht meins, sondern für meinen Cousin, der ist fünf.”
Sie1: “Was?! Aber das ist doch viel zu hoch für den.”
Sie2: “Und putzen solltest du es auch.”
Ich: “Es geht ja auch nicht um das Fahrrad, sondern um den Akt des Schenkens an sich.”

Es folgte ein kurzer Augenblick des Nachdenkens, dann ein hinnehmendes Schulterzucken.
Ich hab noch nie so gelacht wie in dem Moment, als ich aus dem Zug ausstieg.

Tag der Arschlochkinder

Ich bin einer jener Menschen, die für die Sitze der Straßenbahn etwas zu groß geraten sind. Aus diesem Grund setze ich mich etwas schräg hin. Als ich heute so dasaß und irgendwo hinguckte, fühlte ich plötzlich, wie ein Wanderstock gegen mein Schienbein schlug. Ich drehte mich um, bemerkte, dass er zu einer älteren Dame gehörte, entschuldigte mich mittels “Verzeihung” und zog das störende Bein weg. Sie, von meiner Höflichkeit überhaupt nicht angetan, schnauzte mich voll, warum ich den halben Gang belege. Ich meine, klar, war ja nicht so, dass sie mein Bein vorher schon gesehen hatte und mal hätte fragen können, ob ich es wegnehme. Ist doch viel einfacher, mit dem Wanderstock gegenzuschlagen und dann noch rumzumaulen.
Und sich dann wundern, dass die Jugend immer weniger Respekt vor den alten Leuten hat.

Die Station, an der ich aussteigen wollte, wurde übrigens vom Straßenbahnfahrer konsequent ignoriert und überfahren. Ist ja nicht so, dass die Hälfte der Insassen dort aussteigen wollten, weil Studenten das nunmal gerne an der Uni tun.

Nachher muss ich zum Bürgerbüro. Das riecht nach Fortsetzung…

Kaufkraft: Jetzt noch besser

Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) nach einem Bericht von tagesschau.de bekannt gibt, steigt die durchschnittliche Kaufkraft der deutschen Bevölkerung um durchschnittlich ca. 3,8%.

Anbei veröffentlichte tagesschau.de einen kleinen Überblick über die Kaufkraftverteilung in Deutschland. Während die Bayern, Baden-Württemberger und Hamburger etwas mehr als der Durchschnitt verdienen, liegt die durchschnittliche Kaufkraft in allen Landkreisen der ostdeutschen Bundesländern unter dem Durchschnitt, wobei auch hier der Ernst des Ganzen möglichst unter den Tisch gekehrt wird:

Allerdings weicht inzwischen die Kaufkraft an so gut wie keinem Ort mehr 25 Prozent vom deutschen Mittelwert ab.

Sehr beruhigend, wirklich. Nicht nur, dass selbst die übertriebene Relativierung erneut relativiert wird: “an so gut wie keinem Ort”, nein, die Zahlen sollte man sich stattdessen auf der Zunge zergehen lassen:

Der Durchschnittsdeutsche verdient 18.734€, während, bei angegebener Abweichung, der Ossi nur 14.050€ im Jahr erhält.

Ist ja schön und gut, dass der Durchschnittsdeutsche im Jahr 700€ mehr zur Verfügung hat – dass die bestehende Ost-Durschschnitt-Schere dabei diesen Wert aber um fast das sechsfache überschreitet (Ost-West wohl um einiges mehr), interessiert niemanden. Und sich dann über die Jammer-Ossis beschweren…

Erwähnte ich bereits, dass es, 17 Jahre nach der Wende, immer noch getrennte Renten- und ALG-Sätze gibt und getrennte Mindestlohnsätze geplant sind? Und es wäre mir neu, dass hier alles billiger wäre.

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