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	<title>Superior to Life &#187; Essays</title>
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	<description>Herrschaft eines Größenwahnsinnigen</description>
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		<title>&#8220;Werbung &#8211; wozu?&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jun 2006 18:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Aufgabe in Deutsch war, einen Text zum Thema Werbung zu schreiben und dabei möglichst variabel Kommas einzusetzen. Nachdem ich die Aufgabenstellung großzügig ignorierte, setzte mich des Abends kurz hin und schrieb den Text hier alibiweise nieder. Als ich fertig war, gefiel er mir recht gut, was ein positiver Nebenaspekt war. Also entschied ich, ihn ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Aufgabe in Deutsch war, einen Text zum Thema Werbung zu schreiben und dabei möglichst variabel Kommas einzusetzen.<br />
Nachdem ich die Aufgabenstellung großzügig ignorierte, setzte mich des Abends kurz hin und schrieb den Text hier alibiweise nieder. Als ich fertig war, gefiel er mir recht gut, was ein positiver Nebenaspekt war.<br />
Also entschied ich, ihn hier rein zu stellen, auf dass er hier vergammelt und nie gelesen ward.</p>
<p><span id="more-36"></span><br />
<blockquote>Viele Menschen geben sich eine Heidenmühe, ihre geheimen Botschaften zu verschlüsseln. Texte auf Papier werden um 13 Buchstaben rotiert, Texte auf dem Computer werden durch diverse Algorithmen gejagt, selbst die Bibel ist voll von geheimen Botschaften und Pseudowissenschaftler versuchen alles, um die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest in diversen Musiktiteln zu erspähen.<br />
Am interessantesten jedoch ist die Verbergung geheimer Botschaften in den beliebten fünfminütigen Werbeblöcken im Fernsehen. Hier geht es selten um Philosophie oder Verschwörung, sondern um die Überbringung einer eindeutigen Nachricht, möglichst so platziert, dass der Zuschauer gar nicht merkt, dass er sie vernimmt. Der Inhalt: „Kaufe. Konsumiere. Reichlich.“<br />
Unterbewusste Manipulation durch Massenmedien war auch schon früher ein bewährtes Mittel, um Menschen zu kontrollieren. Damals ging es noch nicht um die Erweckung ungeahnter Bedürfnisse oder Fokussierung der Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Produkt, wie z.B. Eier oder Milch vom Konsum um die Ecke, vielmehr ging es um die Vermittlung von Werten und Normen, Auffassungen und Meinungen, die die derzeitige Langzeitregierung am besten repräsentieren.<br />
Man lernte. Heute, in der aufgeklärten Konsumgesellschaft, nutzt man Massenmedien, um die Wirtschaft anzukurbeln – und das mit Erfolg. So kann nicht nur der Werber durch geschickte Platzierung von Kaufbefehlen aus Scheiße Gold machen, nein, auch der Überlieferer der Botschaft, also der Fernsehsender, verdient sich daran eine goldene Nase. Dass der potentielle Käufer über die dezente Platzierung von Werbebotschaften nicht so sehr erbaut ist, dürfte einleuchten, denn wer will schließlich an der spannendsten Stelle eines Filmes aufgescheucht werden, um auf die unglaublichen Vorzüge von Handyklingeltönen und Alkohol aufmerksam gemacht zu werden?<br />
Sollten Sie morgen aus irgendwelchen Gründen unbändiges Verlangen nach Rasierern, Lebensversicherungen, Buttermilch, Internetzugängen oder Flachfernsehern verspüren: Sie wissen, wem Sie es zu verdanken haben.</p>
<p>Bei all der Verteufelung der Werbung darf man aber eines nicht vergessen: Ohne sie hätte man des Abends kaum die Zeit, die Kartoffelchips, die man erst gestern in der Werbepause gesehen hat, nachzufüllen.</p></blockquote>
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		<title>&#8220;Pünktlichkeit&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2005 18:50:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutsch bekamen wir den Auftrag, ein Essay zu einem von uns gewählten Thema zu verfassen. Da ich bereits öfter durch Unpünktlichkeit aufgefallen bin, wurde mir auferlegt, über Pünktlichkeit zu schreiben. Sehr geehrte Damen und Herren, heute möchten wir gemeinsam einem Phänomen auf den Grund gehen, wie es immer wieder beobachtet werden kann. In Deutschland ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutsch bekamen wir den Auftrag, ein Essay zu einem von uns gewählten Thema zu verfassen. Da ich bereits öfter durch Unpünktlichkeit aufgefallen bin, wurde mir auferlegt, über Pünktlichkeit zu schreiben.</p>
<p><span id="more-29"></span><br />
<blockquote>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>heute möchten wir gemeinsam einem Phänomen auf den Grund gehen, wie es immer wieder beobachtet werden kann. In Deutschland ist es mehr als überall auf der Welt Thema, denn in diesem Bereich setzt Deutschland echte Maßstäbe. Ja, meine Damen und Herren, es gibt wieder einen Grund, stolz auf unser Land zu sein, denn es ist führender Exporteur eines Produktes, das unter dem Namen „Pünktlichkeit“ in die Geschichte unserer Heimat eingegangen ist. Die „deutsche Pünktlichkeit“, wie sie liebevoll von Nationalisten bezeichnet wird, unterscheidet nach Ansicht jener den Deutschen von allen anderen Weltbewohnern. Größte Handelspartner im Pünktlichkeitsgewerbe sind Afrika und Polynesien, wo bereits deutsche Missionare das kostbare Gut verteilten.</p>
<p>Was geht in Menschen vor, die häufig zu spät kommen? Um dies wirkungsvoll analysieren zu können, müssen wir Situationen, in denen Unpünktlichkeit auftreten kann, unterteilen.<br />
In Fällen von interpersoneller Unpünktlichkeit werden andere Personen ihrer Zeit beraubt, da jene direkt auf die Anwesenheit der unpünktlichen Person angewiesen sind. Jene Fälle der Unpünktlichkeit lassen sich z.B. durch ein Seminar illustrieren, bei dem der Seminarleiter selbst unpünktlich ist, wodurch das Seminar nicht beginnen kann. Dies ist die wohl unangenehmste Form der Unpünktlichkeit, sowohl für die unpünktliche Person selbst als auch für jene, die von der Pünktlichkeit eben dieser Person abhängig sind bzw. denen durch die Unpünktlichkeit jener Person Zeit geraubt wird.<br />
Außerdem gibt es die intrapersonelle Unpünktlichkeit. In Fällen dieser nimmt die Handlung anderer auch ohne die unpünktliche Person ihren Lauf, wie es zum Beispiel bei Seminaren der Fall ist, bei denen ein Teilnehmer nicht oder zu spät erscheint. In letzterem Fall verformt sich die intrapersonelle schnell in interpersonelle Unpünktlichkeit, wenn der Handlungsfluss durch das plötzliche Auftauchen der säumigen Person gestört wird. Solche Konstellation ist sowohl für den Seminarleiter als auch für den Teilnehmer äußerst unangenehm.</p>
<p>Nun verhält es sich so, dass Menschen sich ihrer Unpünktlichkeit häufig erst dann bewusst sind, wenn sie nichts mehr daran ändern können. Handelt es sich dabei um interpersonelle Unpünktlichkeit, versucht der Säumige meist, die verfehlte Zeitspanne so kurz wie möglich, um den Zeitverlust anderer so gering wie möglich zu halten. In Fällen intrapersoneller Unpünktlichkeit spielt der Zeitpunkt der Ankunft des Säumigen kaum noch eine Rolle, denn er muss &#8211; wie am Beispiel „Seminar“ &#8211; so oder so einmal den Ablauf des Seminars stören. Der Fokus liegt also in jenen Fällen auf der Schadensbegrenzung.</p>
<p>In Deutschland, dem, wie gesagt, führenden Exporteur von „Pünktlichkeit“, spielt Zeit eine große Rolle. Das mathematische Produkt aus Leistung und Zeit entspricht der Arbeit. Arbeit wiederum kann bei Industriellen gegen Geld eingetauscht werden. Zeit ist also im Extremfall Geld.<br />
Wenn eine Person nun einer anderen durch Unpünktlichkeit Zeit &#8211; also Geld &#8211; raubt, wird das verständlicherweise als Unhöflichkeit, wenn nicht sogar als Verbrechen, erachtet. Wir halten fest: Unpünktliche Menschen sind Kapitalverbrecher und sollten auch so behandelt werden. Über die Wiedereinführung der Todesstrafe ist nachzudenken.</p></blockquote>
<p>Disclaimer: Fachwörter sind frei erfunden.</p>
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